Lauda Air NG 004: Der letzte Flug der "Mozart"
Österreichs größte Luftfahrtkatastrophe


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Informationen zum Buch: Format A5, 456 Seiten, rund 150 - zum größten Teil exklusive - Abbildungen, ISBN Softcover: 978-3-565180-52-3, ISBN Hardcover: 978-3-565179-96-1



Der Absturz der Lauda Air "Mozart" am 26. Mai 1991 (Flug NG 004)
Mit 223 Toten ist der Absturz der „Mozart“ der Lauda Air am 26. Mai 1991 kurz nach dem Start in Bangkok die schwerste Katastrophe der österreichischen Luftfahrt. Ursache für das Unglück war, dass sich die linke Schubumkehr in 24.700 Fuß Höhe plötzlich geöffnet und die Maschine in die Tiefe gerissen hatte. Dass das überhaupt geschehen konnte, dafür war nachweislich ein gravierender Konstruktionsfehler an der Schubumkehr der Boeing 767 verantwortlich. Lauda Air traf demnach keinerlei Schuld. Das ist das allgemein bekannte Narrativ.

Doch diese Tragödie hat noch eine andere, eine weitgehend unbekannte, Seite. Denn im Auftrag der Wiener Staatsanwaltschaft erstellte der seinerzeit renommierteste Flugsachverständige des Landes ein bis heute nicht für die breite Öffentlichkeit zugängliches Gutachten, für das der Experte den technischen Zustand der „Mozart“ weitaus gründlicher recherchierte als es die thailändische Unfallkommission getan hatte. Während der thailändische Abschlussbericht nämlich die Ursache für das tödliche Auffahren der Schubumkehr in der Luft gar nicht ermitteln konnte, stellte der österreichische Experte als Ursache „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ einen Leitungsschaden fest - und deckte außerdem auf, dass die „Mozart“ deshalb schon seit Monaten technische Probleme hatte, die von den Warten nicht behoben werden konnten. Unterstützung beim Hersteller suchte die Lauda Air trotzdem nicht - obwohl Boeing sogar einen eigenen Repräsentanten in Wien hatte. Und nicht nur das: Die Techniker der Lauda Air verstießen bei ihren Arbeiten wiederholt gegen die Vorschriften von Boeing.

Das vernichtende Urteil des Fachmannes: Die „Mozart“ hätte wegen der vorhandenen Mängel schon seit Jänner 1991 gar nicht mehr fliegen dürfen. Der Technische Direktor der Lauda Air selbst hatte lange vor dem Unglück den enormen Druck, den Niki Lauda laut ihm auf d as Wartungspersonal ausübte, beklagt. Der Mann konnte aus Sorge vor einem Unfall gar nicht mehr schlafen und verließ die Lauda Air freiwillig - acht Monate vor dem Crash. Für dieses Buch konnte der Autor das hochbrisante Gutachten mit Unterstützung von Piloten sowie Technikern penibel auswerten. Patrick Huber zeichnet die Umstände des Todesfluges der „Mozart“ akribisch nach, belegt das Geschriebene lückenlos und lässt 18 Zeitzeugen in sehr persönlichen Interviews zu Wort kommen.

Ehemalige Mitarbeiter zeichnen zum Teil ein katastrophales Bild von der Sicherheitskultur bei der Lauda Air und schildern etliche gefährliche Vorfälle. Hinterbliebene jener 27 nicht identifizierten Opfer, die 1991 in Thailand beerdigt wurden, berichten dass ihnen seinerzeit eine nachträgliche Identifizierung ihrer Lieben versprochen wurde - doch weder Lauda Air noch Niki Lauda haben sich jemals um eine DNA-Analyse gekümmert als diese zur Verfügung stand. Der damals zuständige Staatsanwalt erläutert, warum er trotz der bewiesenen Wartungsmängel bei Lauda Air keine Anklage erhob. Abgerundet wird dieses investigative Standardwerk über den Absturz der Lauda Air mit rund 150 zum größten Teil niemals zuvor veröffentlichten Abbildungen.

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